Indikator: "Erosionsmerkmale"


  • Was ist Bodenerosion?

Bodenerosion wird allgemein definiert als "die Ablösung und der Transport von Bodenteilchen [...] entlang der Bodenoberfläche". [1]

 

  • Wie entsteht Bodenerosion?

Unter mitteleuropäischen Klimabedingungen wird Boden maßgeblich durch den Einfluss von Wasser erodiert. Die Loslösung einzelner Bodenpartikel geschieht primär durch die Kraft der Regentropfen, wenn diese auf die Oberfläche treffen. 

Landwirtschaftlich genutzte Flächen sind insbesondere anfällig für Bodenerosion, da, abhängig von der Nutzungsform, der Boden über kürzere oder längere Zeiträume keine oder nur eine geringe Pflanzenbedeckung aufweist. Hierdurch wird dem Wasser eine große Angriffsfläche geboten, wie sie unter "natürlichen" Bedingungen praktisch nie gegeben ist. 

 

  • Wie wird das Ausmaß von Bodenerosion beim Trierer-Bodenqualitätstest bewertet?

Die zu bewertende Parzelle wird kleinräumlich (~0,25 m²) betrachtet; anschließend lässt man den Blick über größere Flächen schweifen. Fallen hierbei Erosionsmerkmale auf? Kleinräumlich macht sich Erosion durch eine Verschlämmung der Oberfläche bemerkbar, großflächig durch Abflussbahnen an der Bodenoberfläche.

Es wird ein 9-stufiges Schema verwendet, wobei eine Bewertung mit "1" sehr starke Erosionsmerkmale (Abflussbahnen) beschreibt, eine Bewertung mit "9" Punkten aussagt, dass keine Erosionsmerkmale zu finden sind. Zwischen diesen beiden Extremwerten lässt sich je nach Stärke ihrer Ausprägung die Verschlämmung der Oberfläche einordnen.