Indikator: "Aggregatstabilität"

  • Was beschreibt die Aggregatstabilität?

Die Aggregatstabilität beschreibt allgemein den Widerstand, den Bodenaggregate zerstörenden Einflüssen entgegensetzen können. 

 

  • Wodurch wird die Aggregatstabilität bedingt? Warum ist sie wichtig?

Die organische Bodensubstanz, Kalk und Tonminerale besitzen die Fähigkeit, einzelne Bodenteilchen zu größeren Einheiten, den Aggregaten zu verbinden. Die Gehalte dieser Substanzen und insbesondere auch die Bodenbearbeitung bedingen in ihrer Summe die Aggregatstabilität. Bodenmikroorganismen sind in der Lage, die o.g. Substanzen innig zu vermischen und so besonders stabile Aggregate "herzustellen". Weiterhin spielt der aktuelle Wassergehalt eine entscheidende Rolle.

 

Eine gute Aggregierung des Bodens bedingt die nötige Durchlüftung und Wassergängigkeit und kann die Last schwerer Maschinen tragen, ohne dass der Boden Schaden nimmt. 

 

  • Wie wird die Aggregatstabilität beim Trierer-Bodenqualitätstest bewertet?

Aus dem ausgehobenen Bodenmaterial wird je ein Aggregat mit etwa 4 bis 8 mm Durchmesser entnommen und in die mit Wasser ausgespülten Gläschen gelegt. Nun wird dieses bis zur Bedeckung vorsichtig mit Wasser gefüllt und für etwa 2 Minuten ruhen gelassen. Nach der Ruhezeit werden die Gläschen geschwenkt und bewertet, ob die Aggregate zerfallen sind oder ihre Form behalten haben.